Google Earth
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Jane-Goodall-Institut – Schutz des Ökosystems in der Region Gombe

Diese Bilder sind ein hervorragendes Instrument, um die räumlichen Verhältnisse zwischen dem Wald und der Bodennutzung durch den Menschen zu verdeutlichen. Sie können die Häuser, Wege, Ölpalmenplantagen, Maniokfelder und andere landwirtschaftliche Aktivitäten deutlich erkennen. Diese Fotos zeichnen ein eindrucksvolles Bild der Bedrohungen und Herausforderungen, denen wir uns bei der Rettung der Region Gombe gegenübersehen. - Lilian Pintea, Leiterin der Abteilung für Naturschutzforschung, JGI

Einführung

Jane Goodall

Wasserquelle für das Dorf Mwamgongo
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Das Ziel des Afrika-Programms des Jane-Goodall-Instituts besteht darin, die afrikanischen Menschenaffen und ihre Lebensräume sowie insbesondere die Schimpansen zu erhalten. Um effektiv zu sein, benötigen Naturschutzprogramme die besten wissenschaftlichen Ressourcen und Daten für die Planung, Implementierung, Messung und Überwachung der Naturschutzaktivitäten. Darüber hinaus müssen Interessengruppen – von lokalen Gemeinden bis hin zu Regierungsbehörden – auf transparente Weise involviert werden. Naturschutzprobleme sind in den meisten Fällen räumlicher Natur. Dennoch werden Landschaften von Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Durch die Nutzung von Google Earth in Verbindung mit den QuickBird-Satellitendaten von DigitalGlobe haben wir versucht, ein gemeinsames räumliches Rahmenwerk für den Projektbereich zu schaffen – eine gemeinsame geografische Sprache, die es uns ermöglicht, mit Interessengruppen aus verschiedenen Kultur- und Bildungskreisen zu kommunizieren. Darüber hinaus hofften wir, wissenschaftliche GIS-Daten mit dem Wissen der Einheimischen über die Landschaften und die Verbreitung der verschiedenen Tierarten kombinieren zu können.


Unsere KML-Implementierung

Das Ökosystem der Region Gombe

Jane Goodall

Voraussichtlicher Schimpansenlebensraum in der Region Mahale
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Wir lieferten GPS-Bodenkontrollpunkte, ein digitales Höhenmodell (DEM) und andere GIS-Ebenen, um ein Quickbird-Satellitenbild des Ökosystems der Region Gombe zu orthorektifizieren und zu kalibrieren. Die Daten wurden über einen Zeitraum von vier Jahren als Teil eines Forschungsprojekts für eine Doktorarbeit gesammelt. Wesentlicher Bestandteil des Projekts war ein orthorektifiziertes 1-Meter-Satellitenbild. Das digitale Höhenmodell, die orthorektifizierten QuickBird-Bilder, die Grenzen des Gombe-Nationalparks sowie die Flüsse, Straßen, Wasserquellen, die vor Ort aufgenommenen Bilder und die Sichtungen von Schimpansen außerhalb des Nationalparks dienten dazu, die Auswirkung der Entwaldung auf die Wasserqualität zu beschreiben und die wichtigsten Naturschutzgebiete abzugrenzen.

Ökosystem der Region Mahale

Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt und das Jane-Goodall-Institut sammelten ein Jahr lang GPS-Daten. Als Teil einer Bestandsaufnahme der Schimpansen in Zusammenarbeit mit der Wildlife Conservation Society wurde ein Verbreitungsmodell des Schimpansenbestands entwickelt. Eine neue Reihe von QuickBird-Satellitenbildern ist für den Sommer 2007 geplant. Dieser Teil des Projekts zeigt, ob die Grenzen des Mahale-Mountains-Nationalparks, die Flüsse, Straßen, Dörfer und Lebensräume für Schimpansen geeignet sind.

Positive Überraschungen

  • Die Vorteile von Google Earth als Tool für Gespräche über Landschaften und Bodennutzung mit lokalen Gemeinden, die über begrenzte Bildung und Kartenkenntnisse verfügen.
  • Die Bedeutung von 3D-Bildern. Dorfbewohner konnten Landschaftsmerkmale auf einem Landsat-Bild mit einer 15-Meter-Auflösung erkennen, da die Berge und Täler in 3D leicht auszumachen waren.

Verbreitung, Akzeptanz und Wirkung

Jane Goodall

Ein Dorfbewohner zeigt die Wanderwege der Elefanten.
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Ebenen aus der KML des Ökosystems der Region Gombe werden als Teil des Gombe-Geoblogs veröffentlicht. Darüber hinaus wurde diese KML-Datei im Juli 2006 im Rahmen der Konferenz des Umweltausschusses des tansanischen Präsidenten in Dodoma verwendet, um die Mitglieder des tansanischen Parlaments über die Wasserwirtschaft zu informieren. Die KML-Datei wurde ebenfalls in einem Naturschutzplanungsseminar im Februar 2007 in Kigoma, Tansania, genutzt, um die wesentlichen Schutzgebiete für das Projekt zur Erhaltung des Ökosystems der Region Gombe abzugrenzen.

Die KML-Datei des Ökosystems der Region Mahale kam im Mahale-Mountains-Nationalpark bei einem Treffen mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, der TANAPA (Tanzania National Parks) und Vertretern der angrenzenden Dörfer zum Einsatz. Die KML-Datei diente als Hauptinstrument zur Kartografierung der Kenntnisse der Dorfbewohner bezüglich der jetzigen und früheren Elefantenwanderwege im Mahale-Mountains-Nationalpark, Katavi-Nationalpark und anderen Lebensräumen außerhalb der geschützten Bereiche. Diese Informationen werden für einen Naturschutzplanungsprozess verwendet, der wesentliche Tierwanderwege zwischen den geschützten Gebieten ermittelt. Google Earth hat für dieses Projekt das Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Politiker für Naturschutzprobleme geweckt und das Profil unserer Organisation verbessert.

Autor

Lilian Pintea, Leiterin der Abteilung für Naturschutzforschung, Jane-Goodall-Institut

Kontakt

Nona Gandelman
Telefon: (703) 682-9220
E-Mail: ngandelman@janegoodall.org